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Sasha Grey - Eine Pornoikone hoert auf!


Akt der Befreiung


Von PORNOblog | 4.Oktober 2011


Man könnte sie als Margot Käßmann des Sexfilms bezeichnen: Sasha Grey ist der Spagat zwischen Porno und Pop gelungen. Nach dem Ende ihrer Film-Karriere verarbeitet sie ihre Erfahrungen in einem Buch und zeigt in einer Ausstellung in Frankfurt ihre Fotos.


In vielerlei Hinsicht kann Sasha Grey als eine Art Margot Käßmann des Porno gelten. Die 23-jährige Amerikanerin, die kurz nach ihrer Volljährigkeit als Darstellerin ins Pornogeschäft ein- und in kurzer Zeit zum Star aufstieg, hat es wie die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche verstanden, Menschen ausserhalb ihres originären Wirkungskreises für sich einzunehmen: Oscar-Preisträger Steven Soderbergh besetzte sie vor zwei Jahren als Edel-Callgirl für die Hauptrolle in seinem Film “The Girlfriend Experience”, bescheinigte ihr grosse Klugheit und bezeichnete sie als “eine ganz neue Spezies”. Die “New York Times” attestierte Grey, die in Interviews gern auch Friedrich Nietzsche zitiert und eine Vorliebe für das französische Autorenkino bekundet, einen “ungewöhnlichen Grad an intellektueller Ernsthaftigkeit”.


Sasha Grey, die eigentlich Marina Ann Hantzis heisst, und ihren Künstlernamen sehr porno-untypisch beim Sänger der Industrial-Band KMFDM (Sascha Konietzko) und bei Oscar Wilde (”Das Bildnis des Dorian Gray”) entliehen hat, liess sich, auch hier eine Käßmann-Parallele, von Beginn an nicht auf die ihr zugedachte Rolle festlegen. Das Etikett des von der bösen Branche missbrauchten und manipulierten, einfältigen Mädchen hat sie sich nie anheften lassen: Die Arbeit in der Pornobranche, erklärte sie, sei eine bewusste Entscheidung gewesen; ein Weg, ihre Sexualität zu erforschen, ihre Grenzen auszuloten und sich von anerzogenen Schuldgefühlen zu befreien. Porno als, sozusagen, feministischer Akt der Befreiung und Religionsaustreibung.


Ins Porno-Ghetto sperren liess sich Sasha Grey nicht: Seit Jahren bewegt sie sich im Pop-Universum, hat ein Duett mit Moby aufgenommen, in einem Eminem-Video mitgespielt, gemodelt und mit ihrem Elektro-Projekt “aTelicene” ein Album veröffentlicht; sie arbeitet als DJ und als Schauspielerin in Independent-Filmen. In der HBO-Erfolgsserie “Entourage” spielte sie ein paar Episoden lang eine fiktionalisierte Version von sich selbst. Ein Spagat zwischen Porno und Pop, der vor ihr niemandem so nachhaltig gelungen ist.


In diesem Frühling hat Grey, wie Käßmann im vergangenen Jahr, einen souveränen Rücktritt hingelegt: “Keine Angst, ich habe nicht zu Jesus gefunden”, kommentiert sie auf ihrer Webseite ihren Rückzug aus der Pornobranche. “Ich bin stolz sagen zu können, dass ich nichts bereue. Ich habe als Darstellerin alles erreicht, was ich erreichen wollte. Es war einfach die richtige Zeit, weiter zu gehen.”


“Neü Sex” ist das Buch zum Abschied. Ein Bildband, der Fotos aus den Jahren 2006 bis 2009, ihren ersten Pornojahren, zeigt. Bis auf wenige Ausnahmen ist auf jedem Bild Sasha Grey zu sehen, mal nackt, mal bekleidet, am Strand, im Hotelzimmer, auf der Toilette oder am Porno-Set; einige Fotos sind dokumentarisch, andere inszeniert, einige sinnlich, andere verstörend. Fotos, die die unterschiedlichen Facetten, das Selbstbild und nicht zuletzt die Selbstinszenierungsstrategien der Grenzgängerin Grey abbilden.


Dazu stellt sie, und das ist vielleicht der aufregendste Teil des Buches, kluge und persönliche Kurzessays. Es geht um Sexualität, Pornografie, aber auch um Philosophie, Medien und Öffentlichkeit. Und wie all das zusammenhängt. Sie beschreibt, wie ihre Arbeit ihr bei der Identitätsklärung geholfen habe, referiert illusionslos darüber, dass Sex im Porno nie authentisch sein könne. Und beschäftigt sich mit Jean-Paul Sartres Theorie des “Blicks”; schreibt, wie dieser Blick der anderen uns festlegen, beschneiden und limitieren kann. Und wie wichtig es sei, diesem Blick und den damit einhergehenden Vorurteilen und Stereotypen möglichst wenig Macht zu geben, ihnen etwas entgegen zu setzen - ein solches Buch, zum Beispiel.


Ein Buch, das es verdient hätte, ähnlich erfolgreich zu sein wie die Werke von Margot Käßmann. In eine Ausstellung hat es Sasha Grey damit zumindest schon geschafft: Vom 29.9. bis zum 1.10. zeigt das Künstlerhaus Mousonturm in Rahmen des Festivals “Bodies Of Babel” einige ihrer Fotos und den Dokumentarfilm “9 to 5: Days in Porn” des deutschen Regisseurs Jens Hoffmann, in dem Sasha Grey eine zentrale Rolle spielt. Zudem ist sie bei der Eröffnung am 29.9. und bei einer Podiumsdiskussion am 30.10. zu Gast. Sie wird einiges zu erzählen haben.


(Quelle: spiegel.de)


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0 Kommentare geschrieben am 20.10.2011

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